Das fränkische Pretzfeld

Der Markt Pretzfeld in seiner heutigen Ausdehnung wurde 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Pretzfeld ( mit Altreuth und Kolmreuth ), Hagenbach, Hetzeldorf ( mit Poppendorf ), Oberzaunsbach und Unterzaunsbach, Lützeldorf und aus den Orten Urspring, Pfaffenlohe und Eberhardstein gebildet.


Die Ortsteile liegen zwischen 293 m ( Pretzfeld ) und 536 m ( Hetzeldorf ) über dem Meeresspiegel. In dieser Flächengemeinde, 2500 ha Gesamtfläche, davon 1100 ha Wald, haben 2300 Einwohner ihren Wohnsitz.


Pretzfeld gehört zum Landkreis Forchheim, zum Landgericht Bamberg ( 35 km ) und zum Amtsgericht Forchheim ( 12 km ).


Im Gemeindegebiet liegen 1 kath. Kirche ( St. Kilian, Pretzfeld ) und 2 evangelische Gotteshäuser ( Hezeldorf und Wannbach ). An der Nebenbahnlinie Forchheim-Ebermannstadt liegend ist Pretzfeld sei 1992 dem ÖPNV angeschlossen.

 

Auskunft:
MARKT PRETZFELD
Rathaus
Hauptstr. 3
91362 Pretzfeld
Telefon: 09194/73470
Telefax: 09194/4469

1. Bürgermeister:
Rose Stark

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Nützliches in Pretzfeld

Landkreis Forchheim

Ärztliche Versorgung:


1 Allgemeinarzt, 1 Kinderärztin, 1 Zahnärztin, 1 Heilpraktikerin, 1 med. Fußpflege.

Behörden:


Marktverwaltung, Bundespost, 1 Kindergarten
(dreigruppig), 1 Schule (Grund- und Teilhauptschule mit 6 Klassen).

Vereine und Verbände in allen Ortsteilen tragen das Gemeinschaftsleben:


1 Turnhalle, 1 Allwetterplatz zum Tennisspielen, 2 Fußballplätze, 2 Kinderspielplätze, Töpfer- und Malkurse.

Gastronomie:


In den Gastwirtschaften der einzelnen Orte gut  bürgerliche Küche mit und ohne Übernachtungsmöglichkeiten und freundl. gastgerechte Unterkünfte in Pensionen u. Ferienwohnungen. 2 Privatbrauereien, private Schnapsbrennerei. Kellerbetrieb in Pretzfeld.

Freizeiteinrichtungen:


160 km Wanderwege, auf Wandertafeln übersichtlich dargestellt.

Gewerbe:

Große Firmen:
eupec (Halbleiter-Elemente) Geiger GmbH (Maschinenbau),
Sintertechnik (Keramikerzeugung).

Handwerks - und Dienstleistungsbetriebe:


3 Schreinereien, 2 Fliesenlegergeschäfte, 2 Zimmermannsbetriebe, Baugeschäft, Autoreparatur - Werkstätte, 2 Metzgereien, 3 Bäckereien, 2 Elektriker, 2 Friseure, Direktvermarktung vom Bauernhof, Brotbacken, Obstgroßmarkt mit Obstverwertung, Baywa - Betrieb mit Baustoffmarkt und Landmaschinen.

Geldinstitute:


Raiffeisenbank und Kreissparkasse.

Wiederkehrende Feste:


Mitte Juli 6 Tage Fränkisches Kirschenfest im Pretzfelder Kellerwald - Sonntag großer historischer Trachtenzug. Herbstkirchweih mit Markt in Pretzfeld jeweils am 1. Sonntag im Oktober, Pfingsten - Rödelfelskerwa.

Sehenswürdigkeiten:


Spätbarocke Pfarrkirche St. Kilian ( von Joh. Jakob Mich. Küchel zw. 1742 u. 1762 erbaut ), Schloß z. T. aus dem 16. Jahrh. - Ausstellung des neoimpressionistischen Malers Curt Hermann - St. Matthäus - Pfarrkirche in Hetzeldorf ( 1933 erbaut ). Osterbrunnen schmücken jeweils zu Ostern in den Ortschaften. Herrliche Kirschblüte alle Jahre im April/Mai.

Nützliches in Pretzfeld

An der Mündung der Trubach (= trübe Ache) in die Wiesent entstand wohl schon vor der Karollingerzeit Pretzfeld als eine Siedlung der Thüringer. Bedingt durch die günstige Lage gewann der Ort um das Jahr 800 eine große kirchenpolitische Bedeutung. Als eine der 14 Sklavenkirchen umstritten, aber mit Sicherheit schon einige Jahrzehnte später wurde - als die Würzburger Bischöfe des Osten ihres Seelsorgebereiches durch 12 Eigenkirchen abgesichert - Pretzfeld ein missionarischer Stützpunkt für die Albhochfläche. Von der Mutterpfarrei wurden zwischen 1300 und 1550 Grüßweinstein, Ebermannstadt, Affalterthal und Moggast als selbständige Seelsorgebezirke abgetrennt. Die mittelalterliche gotische Kirche stand inmitten eines befestigten Kirchhofes. Als 1739 der Fünfknopf (mit 4 Scharwachtürmchen) abgetragen wurde, und der massive Chorturm um 7 m erhöht und mit einer welschen Haube gekrönt werden sollte, sank der Turm in sich zusammen und zertrümmerte den wehrhaften Kirchenbau. Die Bamberger Hofarchitekt Johann Jakob Michael Küchel, dem die Schuld an dem Kirchturmeinsturz zugeschoben wurde, erhielt den Auftrag, ein neues Gotteshaus zu bauen. Wegen der kriegerischen Zeit von 1741 bis 1761 hin. Der Rokokobau zählt zu den schönsten Landkirchen Frankens. Hochaltar und Kanzel stammten aus der Hand des Bamberger Bildhauers Moritz, die Seitenaltäre und weitere Figuren aus der Seitenwand sind Werke des Ebermannstadter Künstlers Friedrich Theiler. Der Pretzfelder Ansitz, auf dem zunächst mehrere Ministerialengeschlechter saßen, war ein Burghutlein für die Burg Neideck. Bedeutende Adelsgeschlechter waren die Freien von Wiesenthau, die Edelfreien von Stieber und die Grafen von Seinsheim. 1830 weilte König Ludwig I. von Bayern mit großem Gefolge bei seinem Jugendfreund, dem Grafen von Seinsheim. Seit 1852, als Joseph Kohn aus Nürnberg das Gut erwarb, den französischen Park nach englischem Vorbild umgestallten ließ, ist das Schloß Privatbesitz. Seit dem 2. Weltkrieg wurde das Gebäude zunächst von Siemens industriell genutzt, heute ist es ein Zweigvertrieb von eupec. Im Kapitelsaal ist das Curt-Hermann-Museum untergebracht, in dem u. a. 60 Bilder des neoimpressionistischen Malers gezeigt werden. Im Zuge der Gemeinschaftsgebietreform wurde die früher selbständigen Gemeinden Hagenbach, Hetzeldorf, Lützelsdorf, Wannbach und die Ortsteile Ober- und Unterzaunsbach und Urspring in den Markt Pretzfeld eingegliedert. In Hagenbach zeugt ein bescheidener Schloßbau noch von einem ehemaligen Rittergut, dessen Besitzer die Schütz von Hagenbach und ( nach mehreren verschiedenen aufeinanderfolgenden Besitzerwechsel) die Stiebars waren. Heute gehört das Schloß dem Grafen Seefried. Es beherbergt eine Station der Johanniter-Unfall-Hilfe. Hetzeldorf war früher eine Kaplanei der Pfarrei Kirchehrenbach. Wegen seiner Zugehörigkeit zum Marktgrafentum Kulmbach-Brandenburg konnte schon 1580 eine selbständige evangelische Pfarrei gegründet werden. An der Stelle einer 400 Jahre alten, oft umgebauten und erweiterten Marienkirche wurde 1901 eine neugotische St.-Matthäus-Kirche fertiggestellt, die im Volksmund "Juradom " genannt wird. in Wannenbach erinnern ein Gebäuderest und ein Wappen an der Mauer noch an das ehemalige Schloß der Egloffsteiner Herren. Nachdem das Hochstift Bamberg den Lehensbesitz an verschiedene Gesellschaften vergeben hatte, kam es 1764 an die Grafen von Seinsheim zu Pretzfeld und gelangte 1765 in die Hände dreier Judenfamilien. Jüdische Viehhändler organisierten einen wöchentlichen Viehmarkt, der noch in unserem Jahrhundert große Bedeutung hatte.



Bretz- und Pretzfelder feierten 33 jährige Freundschaft


Die Post als Stifter der Dorffreundschaft


Ein fehlgeleitetes Päckchen mit Ersatzteilen für einen Mähdrescher war der Beginn einer inzwischen 30jährigen Freundschaft zwischen den Gemeinden Bretzfeld und Pretzfeld in der Fränkischen Schweiz. Das besagte Päckchen hatte die Post damals statt ins Hohenlohische Bretzfeld in das fränkische Pretzfeld geliefert. Durch dieses Mißgeschick wurden die beiden fast gleichnamigen Gemeinden mit B und P aufeinander aufmerksam.

Begegnungen gibt es nicht nur auf der offiziellen Ebene, auch viele private Freundschaften sind entstanden.

33. Pretzfelder Kirchenfest voll in Bretzfelder Hand


Wer schon einmal beim Pretzfelder Kirschenfest dabei war, weiß mit welcher Herzlichkeit wir immer wieder in der Fränkischen Schweiz empfangen werden. Nachdem der nun knapp 18 Jahren amtierende Bürgermeister Walter Zeißler bekannt gegeben hat, sich nicht mehr um das Amt des Bürgermeisters bewerben zu wollen, war es in diesem Jahr sein letztes Kirschenfest. Aus diesem Grunde war eine stattliche Delegation am 15. Juli 2001 in Pretzfeld eingefallen. Der Musikverein Bretzfeld, der Akkordeon-Spielring Unterheimbach und das Akkordeon-Orchester Brettachtal gestalteten einen Bretzfelder Nachmittag mit ihren hervorragenden Musikbeiträgen. Unterstützt wurden wir von der Hohenloher Weinkönigin Daniela II., die ihre Amtskollegin, die Kirschkönigin Doris I. kennen lernte. Gemeinsam unterstützten sie Bürgermeister Walter Zeißler bei seiner Ansprache und auch einem gemeinsamen Liedbeitrag.
Bürgermeister Föhl übernahm die Aufgabe, gemeindeeigenen Wein aus Bretzfeld auszuschenken und dies für einen guten Zweck, natürlich nicht unentgeltlich. Mehr als 500 DM kamen zusammen, die dem örtlichen Kindergarten und der Grundschule in Pretzfeld jeweils hälftig zur Bewältigung ihrer Aufgaben zur Verfügung gestellt wurde.

Zwar war das Wetter wie zu Hause auch als durchweg bescheiden anzusehen, dies hinderte uns jedoch nicht, einen tollen Tag in Pretzfeld zu erleben. Bei einer Rundfahrt wurde denjenigen, die zum ersten Mal in der Fränkischen Schweiz weilten, Pretzfeld mit seinen Teilorten näher vorgestellt.
In den Abendstunden wurden dann die Busse mit guter Laune wieder bestiegen. Wir freuen uns, dass wir wieder einmal dabei sein durften und hoffen, dass es uns gelungen ist, das letzte Kirschenfest von Bürgermeister Walter Zeißler mit einem sogenannten Bretzfelder Nachmittag gelungen zu umrahmen.

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