Geddelsbach

Geddelsbach wird erstmals 1337 als Geydelsbach urkundlich erwähnt. Ob Geddelsbach im 13. Jahrhundert Zubehör der Burg Heimberg ( heute als Ruine Hellmath bekannt ) oder der Burg Maienfels war, ist heute nicht eindeutig geklärt. Im 15. Jahrhundert war Geddelsbach jedenfalls im Besitz der Familie Berler, einer Haller Patrizierfamilie. 1482 wurde Gedelsbach von Heinrich Berler an Graf Kraft zu Hohenlohe verkauft. Bei den Hohenlohern blieb Geddelsbach bis zum Jahr 1806.
In diesem Jahr fiel es an Württemberg. 1809 wurde es in das Oberamt Öhringen eingegliedert, kam aber 1812 an das Oberamt Weinsberg. Hier verblieb die Ortschaft bis zur Auflösung des Oberamtes Weinsberg zum 1.April 1926 und wurde dann vom Oberamt Öhringen, seit 1938 Landkreis Öhringen, übernommen.

Nach der Kreisreform 1972 wurde Geddelsbach dem Hohenlohekreis zugesprochen. Seit 1975 gehört die Ortschaft, die vorher zusammen mit Maienfels verwaltet wurde, zur Gemeinde Bretzfeld.

Der Weinbau ist seit 1573 bezeugt und hat in Geddelsbach große Bedeutung. Infolge von Rebkrankheiten wurde sie nach der Jahrhundertwende jedoch etwas geschmälert. Von 1908 bis 1933 ging auf der Gemarkung Geddelsbach die Rebanbaufläche von 40 ha auf 33 ha zurück.
Von 1939 bis 1960 verringerte sich die Anbaufläche nochmals von 24 ha auf 17 ha. Nach dem Auftreten der Reblaus im Jahre 1953 wurde in Geddelsbach die gesamte Rebanbaufläche bereinigt. Auf der neuen Fläche wachsen vor allem Weißweine, von denen besonders der „Geddelsbacher Schneckenhof" überregionale Wertschätzung genießt.

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1680 lebten in Geddelsbach 150 Menschen, 1806 wurden 232, bei der Volkszählung im Jahre 1987 194 Einwohner, zum 31.12.1998 209 und zum 31.12.2013 253 Einwohner gezählt.