Brettach

Brettach wird seit 1376 als Ober- und Niederbrettach urkundlich erwähnt. Das Schicksal des Weilers Brettach war bis in die neuere Zeit eng mit dem der Burg Maienfels verbunden.

Das Dorf war bis 1423 im Besitz der Herren von Weinsberg, die es in diesem Jahr an die Kurpfalz verkauften. Im Jahre 1805 fiel die Burg Maienfels und damit auch Brettach auf Veranlassung des französischen Kaisers Napoleon an Württemberg. Bis 1809 bildete der Burgfriede Maienfels das Patrimonialamt Maienfels des Oberamtes Neuenstein im Kreis Öhringen. Ab 1809 war Brettach Bestandteil des Oberamtes Weinsberg bis zu dessen Auflösung im Jahre 1926. Bis 1972 war das Dorf in das Oberamt, ab 1938 in den Landkreis Öhringen, eingegliedert. Von 1972 bis 1977 gehörte Brettach dann kurzzeitig dem Landkreis Heilbronn an. Seit 1.1.1977 ist die Ortschaft Teilort der Gemeinde Bretzfeld und gehört damit zum Hohenlohekreis.

Bemerkenswert ist, dass die Weiler Kreuzle und Busch, die heute zur Gemeinde Wüstenrot gehören, aus Brettach erwachsen sind. Der Weinbau hatte in Brettach, aufgrund des relativ rauhen Klimas, seit jeher keine Bedeutung. Von allen Ortschaften im Bereich des Maienfelser Burgfriedens weist Brettach jedoch neben Oberheimbach die wärmsten Temperaturen auf, und so wird hier schon immer der Obstbau verstärkt betrieben.

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Brettach hatte in früherer Zeit mehr Einwohner als heutzutage. In der amtlichen Beschreibung des Oberamtes Weinsberg von 1861 wird Brettach als großer Weiler mit 432 Einwohner erwähnt. Bei der Volkszählung im Jahre 1987 wurden nur noch 203 Brettacher gezählt, zum 31.12.1998 waren es 189 und zum 31.12.2016 noch 172 Personen.