SUCHE

Adresse

Rathaus:
74626 Bretzfeld
Adolzfurter Straße 12
Tel.: 07946 - 77 1-0
Fax: 07946 - 77 1-14
rathaus[at]bretzfeld.de
 
Postadresse:
Postfach 1162, 74622 Bretzfeld

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:
08:30 Uhr - 12:00 Uhr
Montag und Donnerstag:
13:30 Uhr - 16:00 Uhr
Dienstag:
13:30 Uhr - 19:00 Uhr

Sapszon Ferenc Chor zu Gast in Bretzfeld

08.12.16 11:24
Kategorie: allgemein, Partnerstädte

Mit einem breit gefächerten Programm überzeugte der gemischte Chor am 1. Advent und nahm damit die fast schon traditionellen Konzerte von Pro Musica aus Budaörs wieder auf. Nach dem Tod des noch immer hoch verehrten Sapszon Ferenc, von den Chormitgliedern liebevoll Sapzon Ferenc bácsi genannt, fiel der Chor in zwei Teile auseinander. Es entstanden zwei Chöre, die sich im Laufe der letzten vier Jahre festigten und beide die hohen Ziele und Ansprüche klassischen Chorgesangs vom Ursprungschor übernahmen und weiter pflegen.
Nun hat die Gemeinde Bretzfeld mit einer Einladung beider Chöre im Wechsel den Anfang zur Fortführung der hochklassigen Auftritte gemacht.
Weil der Sapszon Ferenc Chor unserem Wunschtermin 1 Advent spontan entsprechen konnte, wird der andere Chor – weiterhin unter dem Namen Pro Musica – uns dann voraussichtlich übernächstes Jahr besuchen und das geneigte Publikum mit seinen Vorträgen erfreuen.

Bürgermeister Piott begrüßte den Chor und dankte für sein Kommen und die Mühen, die die einzelnen Mitglieder auf sich genommen haben, um die Städtepartnerschaft zwischen Budaörs und Bretzfeld zu bereichern. Er dankte Frau Pfarrer Schautt für die Bereitstellung der Kirche als wunderbar passendem „Konzerthaus“ und dem Freundeskreis Budaörs – Bretzfeld, namentlich Herbert Sickinger, der die gesamte Organisation im Vorfeld übernommen hatte. Besonderen Dank sprach der Bürgermeister aber den Familien aus, die wiederum privat Sängerinnen und Sänger als Gäste aufgenommen haben, um so den Partnerschaftsgedanken durch persönliche Beziehungen mit Leben zu erfüllen. Und schließlich dankte Piott allen Konzertbesuchern, die durch ihre Anwesenheit dem Chor ihre Wertschätzung entgegen brachten und die geleistete Arbeit damit belohnten.

In dem gut besuchten Konzert am Abend des 1. Advent in der Kilianskirche in Waldbach konnten die mehr als dreißig Akteure, teilweise begleitet an der Orgel (Sárosi, Dániel) oder am Klavier (Szabó, Marcell), Zeugnis ablegen, wozu menschliche Stimmen bei entsprechender Schulung und in der Regel wöchentlich zweimaligen Chorproben – vor Auftritten gerne auch drei Mal – fähig sein können. Die erste Überraschung bot die noch junge Vizedirigentin Burkus, Boglárka, die die ersten drei Stücke sicher und gekonnt leitete. Der Dirigent Krasznai, Gáspár, der sich beruflich voll und ganz hauptsächlich geistlicher und klassischer Chormusik widmet, aber auch als Meister in der Welt der Opern gelten darf, hatte im Anschluss daran zu jeder Zeit im wahrsten Sinne des Wortes das Heft in der Hand. Je nach Bedarf reagierte der Chor bereits auf für Laien kaum merk- oder sichtbare Zeichen und Blicke. Und so manches Mal zeigte der wunderbare Klangkörper, wie ganze Passagen im leisesten Pianissimo geradezu gehaucht werden können, um überhaupt noch vernommen zu werden. Im nächsten Augenblick brachten dreißig Sängerinnen und Sänger bald das Kirchenschiff zum Beben, wenn der Meister am Taktstock teils furiose Fortissimi forderte. 
Was hier von jedem Einzelnen geleistet worden ist verdient sehr hohen Respekt und Anerkennung. Die voluminösen Soli von Kis, Ferenc und Illés, Peter (Tenor und Bass) gegen Ende des eineinhalbstündigen Konzerts rundeten sauber und sicher vorgetragen auf bravouröse Art einen ganz besonderen Abend ab.

Das hinter uns liegende Konzert war – und da waren sich alle Besucher einig – wiederum ein ganz besonderer Genuss, der lange in uns allen anhält.