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Feierlichkeiten in Budaörs

26.01.16 09:56
Kategorie: allgemein, Partnerstädte

Stadtjubiläum in Budaörs – staatliche Gedenkfeier 70. Jahrestag der Vertreibung


Am 19. Januar 1946 mussten in unserer Partnergemeinde Budaörs die ersten Ungarndeutschen in Viehwaggons ihre ungarische Heimat Richtung Deutschland verlassen. Damit begann die Vertreibung von über 200.000 Ungarndeutschen. Bereits ab Dezember 1944 wurden Ungarndeutsche in die
Sowjetunion zur Zwangsarbeit verschleppt. Die Einführung eines offiziellen Gedenktages in Ungarn, jeweils am 19. Januar für die vertriebenen und verschleppten Ungarndeutschen, ist nach Meinung vieler eine Geste der Versöhnung in Europa.
Zum 70. Jahrestag der Vertreibung in 2016 wurde nun die zentrale Veranstaltung des Landes Ungarn in Budaörs durchgeführt. Nach einer Kranzniederlegung auf dem alten Friedhof fanden ein würdiger Gottesdienst und Ansprachen in der Kirche in Budaörs statt.
Der ungarische Premierminister Viktor Orbán geißelte die Vertreibung als eine „als Aussiedlung
getarnte Deportation“ und räumte das Unrecht der damaligen ungarischen Staatsregierung ein.
Da im Januar 2016 auch das 30igjährige Jubiläum der Stadterhebung von Budaörs anstand, hatte
man dort die Feierlichkeiten miteinander verbunden und so war die Woche ab dem 19. Januar als-Festwoche ausgelegt.
Zu diesen Festivitäten wurden die Partnergemeinden eingeladen und die Bretzfelder ließen es sich selbstredend nicht nehmen, eine dem Anlass angemessene hochrangige Delegation nach Ungarn zu entsenden.
Zusammen mit Bürgermeister Martin Piott machten sich alle derzeit amtierenden stellvertretenden Bürgermeister, Dieter Wenninger, Werner Thomä und Günter Wieland sowie die beiden Ehrenbürger von Budaörs und früheren Bretzfelder Bürgermeister Herbert Sickinger und Thomas Föhl auf den Weg in die befreundetet Partnergemeinde, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Zum Staatsakt wurde die Bretzfelder Gruppe vom Land Ungarn gesondert eingeladen und wurde während der Veranstaltung mit Übersetzungskopfhörern ausgestattet, um die Ansprachen in
deutscher Sprache verfolgen zu können.
Am Mittwoch, 20. Januar 2016, war dann der Auftakt zu den Stadtjubiläumsfeierlichkeiten in
Budaörs.
Zunächst wurde eine Ausstellung mit alten und neuen Bildern im Rathaus eröffnet und anschließend daran fand im Rathaus ein Konzert statt.
Weiter wurde ein neues Stadtbuch zum 30igjährigen Jubiläum mit sehenswerten Bildern aufgelegt und weitere Veranstaltungen für die jüngeren Generationen fanden und finden noch statt. 
Auf Idee von Günter Wieland brachten die Bretzfelder einen von Rolf Bauer aus Siebeneich gekonnt bearbeiteten Grenzstein als Partnerschaftsgeschenk mit nach Budaörs.
Auf dem Stein waren die beiden Gemeindewappen und das Bekenntnis zur Partnerschaft der
Gemeinden eingearbeitet. Für diese Geste bekamen die Bretzfelder viel Lob und viel Applaus.
Bürgermeister Tamás Wittinghoff bedankte sich freudestrahlend für dieses Geschenk und versprach einen entsprechenden Ehrenplatz in der Stadt Budaörs.
Bürgermeister Martin Piott überbrachte die besten Glückwünsche und bekräftigte den Wunsch und die Absicht, dass die feste Partnerschaft und freundschaftliche Verbindung der beiden Gemeinden so fest und stabil wie dieser Stein bleiben soll und bleiben wird.
Dem Anlass entsprechend wurde eine Jubiläumstorte angeschnitten und an die zahlreichen Besucher der Auftaktveranstaltung verteilt.